Reisetagebuch August/2017

Was ein Monat! Wie gemalt für ein Reisetagebuch, denn eigentlich bestand der August nur aus Reisetätigkeiten. Die Frau des Hauses weilt in Übersee und so habe ich mich voll und ganz in die Arbeit gestürzt. Viele Reisen waren es nicht, dafür hat zumindest eine umso länger gedauert.

Aber der Reihe nach:

Wien 

Kilometer: ca. 1.500

Reisemittel: Flugzeug

Grund: Arbeit

Die Beach-Volleyball Weltmeisterschaft im schönen Wien. Wenn das mal nicht eine der schönsten Arbeitsreisen überhaupt ist! Los ging’s am Freitag des Finalwochenendes…mit schwerem Kopf in den Flieger gestiegen und Mittags bereits auf der wunderschönen Donauinsel feinsten Sport bewundert. Es war schon beeindruckend, wie die Österreicher diese Veranstaltung aufgezogen haben. Sportlich war es dann auch mehr als erfolgreich – zumindest bei den Damen – mit dem hochverdienten aber nicht unbedingt erwarteten WM-Titel für Laura und Kira.

Schon ein Wahnsinns-Erfolg der Beiden. Und so klang der Finalsamstag in einem kleinen feinen Biergarten vor den Toren Wiens, samt Pokal und nur wenig Ansprachen aus. Ein sehr gemütlicher und würdiger Abend für die beiden Ausnahmesportlerinnen.

https://twitter.com/TeamGER_Volley/status/893850189458550784

Auch „rundherum“ hatte die Veranstaltung viel zu bieten. Die tägliche Runde durchs Sponsorendorf brachte jede Menge Inspiration für die eigene nationale Tour. Von launigen kleinen Unterhaltungsspielen bis zum Tango-Kurs auf einem kleinen Feld war alles dabei.

Da Rahmenprogramm im Stadion war genau so, wie man es sich von RedBull und Acts erwartet. Fallschirmspringer die die Bälle ins Stadion liefern, ein Jet der das Stadion überfliegt oder eine junger Mann der mal eben einen Salto samt Fahrrad über das Netz hinlegt. Der Unterhaltungsfaktor war gigantisch. Schön, dass am Ende doch auch noch eine wenig Sport getrieben wurde. Und so waren es drei tolle Tage mit vielen Eindrücken und Emotionen. Hat sich gelohnt! Und natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, den Pokal auch nochmal in Händen zu halten.

 

München

Kilometer: ca. 850

Reisemittel: Bahn

Grund: Arbeit/Privat

Vom Abstecher nach München kann nur wenig berichtet werden. Reiseziel war arbeitstechnisch ein großes Medienhaus – dazu hoffentlich im nächsten Monat mehr. Und da es eh schon ein Freitag war, bot es sich an noch zwei Tage in der Heimat anzuschließen. Ein paar Menschen besucht und es mir gut gehen lassen. Schön wars!

 

Hamburg 

Kilometer: ca. 520

Reisemittel: Bahn

Grund: Arbeit

Achja Hamburg, wo soll man anfangen. Eigentlich wollte ich erst ein paar Tage später anreisen, dann meldeten sich aber verschiedenste Arbeitstermine an und so ging es schon zur nationalen Beach-Tour in Stadion am Rothenbaum. Leider etwas verregnet, ansonsten eine ganz hübsche Veranstaltung. Wenn auch nur das Vorgeplänkel zum drei Tage später startenden Major-Turnier.

Hamburg kann was. Wenn Spitzensport in die Stadt kommt, die Olympiasiegerinnen und frisch gebackenen Weltmeisterinnen ebenfalls dort zu Hause sind, dann führt das zu fünf Tagen vollem Haus. Ein solches Beach-Volleyball Turnier habe ich in Deutschland noch nicht gesehen und nach der sehr guten Vorjahresveranstaltung konnte ich mir keine Steigerung vorstellen. Hat am Ende doch geklappt. Gerade die Flutlichtspiele am Abend sorgten nochmal für eine ganz besondere Stimmung. Alles in Allem eine überragende Veranstaltung und große Werbung für die Sportart.

Bei so vielen tollen Athleten, habe ich mich dann auch mal ins Technical Meeting geschlichen.

 

Timmendorfer Strand 

Kilometer: ca. 650

Reisemittel: Auto

Grund: Arbeit

Zum Ende des deutschen Sommers standen – wie immer – die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand an. Da sich die Rückreise aus Hamburg nicht wirklich gelohnt hat, war die Anreise diesmal erstaunlich kurz und stressfrei. Vor Ort dann vier Tage Hochbetrieb, was dann leider auch dazu führt, dass ich vom Sport nur sehr wenig mitbekommen habe. Dennoch wie immer sehr guter Sport, spannende Gespräche und verdiente Sieger. Wetter hat auch gepasst, Stadion war fast durchgehend voll, was will man mehr.

 

Nebenbei dann tatsächlich auch noch einen der Stammgäste aus meinem mittlerweile täglich gehörten Lieblingspodcast getroffen. War mir eine Ehre!

Das war er dann auch schon, der sehr bewegte August. War natürlich super schön, aber jetzt sind die Akkus langsam auch leer. Im September heißt es nochmal ordentlich ranklotzen, bis dann im Oktober endlich der langersehnte Urlaub ansteht. Heißt gleichzeitig, dass es an dieser Stelle nicht langweilig werden wird.

So long…